06.11.13
Ungerechtes Recht
Das Zweite Treffen der Berliner Open Air Veranstalter - Rechtsanwalt Philipp Schröder gibt Expertenratschläge für Open Air Veranstalter

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Nach einem erfolgreichen ersten Treffen der Berliner Open Air Veranstalter Mitte des Oktobers, fand nun letzten Montag das zweite Treffen der Berliner Open Air Veranstalter statt. Auch dieses Treffen war sehr gut besucht, zum Teil mit Veranstaltern, die auch beim ersten Treffen teilgenommen hatten, als auch mit neuen Interessierten. Der Fokus lag diesmal auf den rechtlichen Grundlagen für Open Airs. Dazu hatte die Clubcommission Rechtsanwalt Phillipp Schröder als Experten eingeladen. Gleich zu Beginn drängte sich vorwiegend eine Frage in den Vordergrund: "Wie kann ich ein Open Air im rechtlichen Rahmen veranstalten, das nicht aufgelöst wird und für das ich später keine Strafe kassiere?"

Doch hier musste Rechtsanwalt Philipp Schröder leider gleich die Illusionen nehmen: Für Open Airs gibt es momentan keine Nonplusultra Lösung die das Ausbleiben von Störungen durch Polizei oder Ordnungsamt garantieren könnte. Diese wird es vorraussichtlich auch in den nächsten Jahren nicht geben. Die Folgen der rechtlichen Rahmenbedingungen für Open Airs sind sehr schwierig zu erfassen, da sie oft eine Sache der Auslegung sind. Einigkeit herrschte darüber, dass die Open Air Veranstalter sich vereinigen und politisch aktiv werden müssen. Eine schrittweise Annäherung von Politik, Verwaltung und Veranstalterszene kann durch ein erstes Entgegenkommen der Veranstalter begünstigt werden. Die Clubcommission möchte die Open Air Organisatoren weiterhin auf verschiedenste Weise dabei unterstützen: Neben der Organisation und Durchführung der Treffen werden ihre (Presse-)Kanäle für die Botschaften der Veranstalter genutzt. In der entstehenden "Pop im Kiez Toolbox" werden für verschiedene Problematiken Rechtsgrundlagen und Lösungsansätze zur Verfügung gestellt.

Am 5. Dezember um 18.00 Uhr findet im Büro der Clubcommission ein drittes Treffen der Berliner Open Air Veranstalter statt. An diesem Tag sollen die Grundsätze einer Art "freiwilligen Selbstverpflichtung" der Open Air Veranstalter ausgearbeitet werden. Das dort ausgearbeitete Zertifikat soll sowohl eine reibungslosere Durchführung der Veranstaltung fördern, Anwohner und Polizisten besänftigen, als auch gleichzeitig ein Argument in der politischen Diskussion bilden.

Unter dieser Adresse könnt Ihr euch verbindlich für das dritte Treffen der Berliner Open Air Veranstalter anmelden.