12.03.15
Schulterschluss für stadtverträglichen Tourismus
Die Clubcommission setzt ein Gemeinschaftsprojekt auf Grundlage einer europaweiten Vergleichsanalyse um.

Am 12.03. fand eine Pressekonferenz zum Thema "Stadtverträglicher Tourismus" im FluxBau statt. Sie war ein wichtiger Meilenstein für das Projekt  „Stadtverträglicher Tourismus - internationale Erfahrungen im Vergleich mit Berlin und Best Practice in Friedrichshain-Kreuzberg", das seit Herbst letzten Jahres läuft.

Auftraggeber ist der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, initiiert wurde das Projekt von der Clubcommission - welche auch für die Umsetzung verantwortlich ist – im Schulterschluss mit touristischen Unternehmen des Bezirkes aus der Gastronomie-, Club- und Hotelbranche sowie Service in the City/visitBerlin und die DEHOGA Berlin. „Unser gemeinsames Projekt soll helfen, einen nachhaltigeren, stadtverträglicheren Tourismus zu etablieren“, sagte Dr. Peter Beckers, Bezirksstadtrat Friedrichshain-Kreuzberg.

 

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 © visitBerlin / Pedro Becerra

 

In einer international ausgerichteten Analyse wurden zunächst Methoden anderer europäischer Metropolen untersucht und verglichen. Im Fokus standen dabei Maßnahmen, die positiv auf das Verhalten der Besucherinnen und Besucher einwirken indem für die Themenfelder nächtliche Ruhestörung und Verschmutzung sensibilisiert wird. So sollen die Nutzungskonflikte zwischen Anwohnern und Besuchern entschärft und gleichzeitig positive Botschaften für den Bezirk und die Stadt Berlin transportiert werden.

Zwischen Mai und August erfolgt nun die praktische Erprobung der Ergebnisse in Form eines Pilotprojektes. Eine Gruppe aus professionellen Pantomime-KünstlerInnen und geschulten MediatorInnen wird an 15 Wochenendnächten zwischen Mai und Juli in den belebtesten Kiezen in Friedrichshain-Kreuzberg unterwegs sein. Mit einer Mischung aus künstlerischer Performance und lockerem Dialog sollen Besucher des Nachtlebens angesprochen und positiv für die Problemfelder sensibilisiert werden.

Dass die Herausforderungen nicht von heute auf morgen zu bewältigen sind, davon gehen alle Projektpartner aus. „Das Projekt ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Originäre Aufgabe derdeutschen Hauptstadt ist es, Gastgeber zu sein. Ein gutes Miteinander in unseren Kiezen mit der berühmten Berliner Mischung aus Leben und Ausgehen ist dafür unerlässlich“, erläutert Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin.

 

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 © visitBerlin / Pedro Becerra

 

Wichtig ist dabei, aus vorhanden internationalen Erfahrungen zu lernen und schrittweise Lösungen zu erarbeiten und zu erproben, um die vielfältigen Kulturangebote unserer Mitglieder und der Branche zu erhalten und auszubauen. „Wir stehen erst am Anfang einer Diskussion, bei der es um mehr als um einen einfachen Nutzungskonflikt geht. Den Hintergrund bilden zahlreiche Faktoren, unter anderem die veränderten Erwartungen an das Leben in der Großstadt“, meint Lutz Leichsenring von der Clubcommission. Denn nur mit gegenseitigem Respekt und Toleranz kann Berlin so bunt und lebendig bleiben wie es ist.

 

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Die Unterlagen der Pressemappe