10.04.13
Ersatzgrundstück: JETZT. ERST. RECHT.
Das Bündnis "East Side Gallery retten!" lädt herzlich ein zur Kundgebung gegen die Bebauung der East Side Gallery am kommenden Sonntag, den 14.04.2013 um 14 Uhr.

Auf einer Bühne (Höhe Mauerdurchbruch Mühlenstraße) werden diesmal keine Prominenten, sondern unsere Volksvertreter aus der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg zu Wort kommen, die mehrheitlich am 20.03.2013 in einer Resolution gegen die Bebauung des Uferstreifens votierten (SPD, Grüne, Linke und Piraten, gegen die Stimmen der CDU-Fraktion). In dem Beschluss heisst es unter anderem: "Wir wollen auf den 150 Metern weder ein Hochhaus noch einen 120 Meter langen Gebäuderiegel."

Das Bündnis möchte mit dieser Kundgebung darauf hinweisen, dass die Verantwortung für die Lösung des Konfliktes, der weltweit dem Ansehen unserer Stadt schadet, in den Händen der Senatsverwaltung liegt. 

In einem Schreiben von der Senatsverwaltung für Finanzen vom 23.11.2012, ist nachzulesen wie der Finanzsenator einer fatalen Fehleinschätzung unterlag für das Grundstück an der East Side Gallery bestehe "kein gesamtstädtisches Interesse" und dem Wunsch des Bezirks nach einem Ersatzgrundstück eine Absage erteilte.

Das Bündnis East Side Gallery retten! fordert den Kultursenator Klaus Wowerweit daher auf, sich umgehend für den vollständigen Erhalt der größten Open-Air Galerie und Denkmal einzusetzen, indem er den Investoren Ersatzgrundstücke zum Tausch anbietet. Der Regierende Bürgermeister hat den Konflikt zur Chefsache erklärt und steht nun in der Pflicht den Konflikt zu entschärfen. 

Mittlerweile haben über 86.000 Menschen die Petition gegen die Bebauung des ehemaligen Todesstreifens unterzeichnet. Zudem haben sich 75% der Berliner in einer repräsentativen Umfrage der Berliner Zeitung gegen eine Bebauung ausgesprochen, wenn dadurch Mauerteile versetzt werden müssen.