05.07.12
DIE LINKE startet Club-Offensive
DIE LINKE. im Abgeordnetenhaus von Berlin setzt sich mit einem umfassenden Antrag für die Berliner Clubkultur ein.

Gelesen auf www.linksfraktion-berlin.de:


Offene Clubkultur stärken, soziokulturelle Vielfalt Berlins erhalten

Das »Clubsterben« in Berlin ist keine unabwendbare Entwicklung. Doch nicht erst seit die GEMA existenzgefährdende Tarife plant, zeigt sich, dass der Senat außer schönem Stadtmarketing für den Erhalt der Club- und Kulturszene keinen Plan hat. So wurde durch die Koalition zwar ein Betrag von einer Million Euro für ein »Musicboard« in den Haushalt für 2013 eingestellt. Bisher ist aber noch reichlich unklar, was damit passieren soll.

Aus Sicht der Linkfraktion braucht Berlin kein neues Prestigeprojekt oder einen neuen Dienstleister für die Clubkultur. Was Berlin braucht, ist ganz handfeste und praktische Unterstützung, entlang der konkreten Probleme. Der Senat darf nicht tatenlos zusehen, wie nach und nach ganze Stadtteile von einem wichtigen Bestandteil urbanen Flairs geräumt werden, der Berlin so anziehend macht.

Hilfreich wäre u.a. die Einrichtung einer Schlichtungsstelle bzw. einer »Task-Force Clubkultur« beim Senat in Zusammenarbeit mit den Bezirken zur lokalen Konfliktprävention in Club- und Szenekiezen. Auch braucht es Unterstützung, um vorhandene Freiräume wie leerstehende öffentliche Gebäude und Flächen zu erschließen und für eine lebendige Club- und Kunst-, Kultur- und Kreativszene dauerhaft zu sichern. Zudem ist zu prüfen, inwieweit Clubs, die bestimmten Kriterien unterliegen, (steuerlich) als Kultureinrichtungen anerkannt werden können und nicht den Vorgaben für Vergnügungsstätten unterworfen sind.

Die Fraktion hat dazu einen umfassenden Antrag erarbeitet, den sie ins Abgeordnetenhaus einbringt. 

 

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